Vier Linden
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www.bf-vln.de - Originalkupplungen am ETA150
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Originalkupplungen am ETA150.

Ein Foto von www.bf-vln.de
Der Kato ETA150 soll mit dem ESA150 bei mir nur fest gekuppelt fahren, deshalb erhält er Vorbildkupplungen von Weinert. Dazu brauchts aber auch Federpuffer, die leider nicht so ohne weiteres zu kaufen sind. Die Puffer des ETA sind oben und unten abgeflacht, und dürfen sich deshalb nicht drehen können. Außerdem erschien es mir zu aufwendig, die Pufferplatten neu zu feilen, deshalb suchte ich nach einer Möglichkeit, die vorhandenen Puffer umzubauen.
Mit diesem Umbau wird natürlich der Umbau auf Kurzkupplungen überflüssig.
Um die Bauteile abzulängen, habe ich eine Lehre gebaut
Um die Bauteile abzulängen, habe ich eine Lehre gebaut
Aus Stahl habe ich mir eine Lehre gebaut, um die Rohre für die Pufferhülsen auf die passende Länge zu feilen.
Sie ist eigentlich nur ein 20x10x40mm großer Klotz mit drei Bohrungen, 2,5x7mm, 2x10,5mm und 1x5mm.
Die Pufferhülsen selbst habe ich aus Stahl gedreht, sie haben aussen 2,5mm Durchmesser, innen 2mm, und werden dann auf 7mm Länge gefeilt. Anstatt sie aus Stahl zu drehen kann man sicher auch 3mm Messingrohre nehmen, und in der Bohrmaschine dünner feilen.
Stählerne Pufferhülsen am ETA
Stählerne Pufferhülsen am ETA
Die fertigen Pufferhülsen am ESA, noch unlackiert.
Sie stehen innen ein paar mm raus, und konnten dort gut mit Zweikomponentenkleber verklebt werden.
Zentrisches Durchbohren der Prallplatten
Zentrisches Durchbohren der Prallplatten
Um die Pufferplatten mittig auf den Stößeln befestigen zu können, habe ich sie zentrisch durchbohrt. Dafür habe ich die Lehre mit einem 2,5mm Bohrer (ein kleiner Kegelsenker wäre besser geeignet) mittig unter der Bohrmaschine ausgerichtet und dann mit einem 1,3mm-Bohrer etwa 3mm tief in den Puffer, der genau in das 2,5mm-Loch passt, hinein gebohrt. Erst dann habe ich sie vom alten Puffer abgesägt und hinten plan geschliffen.
Querbohrung im Pufferstößel
Querbohrung im Pufferstößel
Die Stößel sind aus 2mm Messingrohr.
Um die Federn einhängen zu können, erhalten sie am Ende seitlich eine 0,6mm-Bohrung.
Die Federn werden dann 0,3mm Stahldraht, der am Ende einmal geknickt ist, und darum fest in der 0,6mm Bohrung sitzt. Er wird mittig am Gehäuse des ETA befestigt.
Die Stößel beim Brünieren
Die Stößel beim Brünieren
Nachdem sie soweit fertig waren, habe ich die Stößel auf einem Faden aufgefädelt und mit Fohrmann-Brüniermittel (Danke für das Ausleihen, Thomas!) gefärbt.
Weinert-Kupplung...
Weinert-Kupplung...
Die Kupplung von Weinert, noch unzusammengebaut.
Ich habe die abgeferdete genommen, denn sagen, wann man welche benutzt, konnte mir niemand so wirklich, und festlegen kann ich sie immer noch. Aber es erschien mir auch sinniger, bei dem langen Fahrzeug.
...Im Brünierbad...
...Im Brünierbad...
Nachdem die Teile mit der Laubsäge vom Gussbaum getrennt und mit feinen Feilen versäubert sind, kann man sie montieren. Danach müssen sie geschwärzt werden.
Ein echt gut funktionierendes Mittel ist Fohrmann-Messingbrüniermittel. Die Teile sehen danach dunkel aus, aber glänzen immer noch leicht metallisch. Man muss allerdings aufpassen, dass keine Luftblasen im Bad an ihnen hängen bleiben, diese würden das Schwärzen an den Stellen verhindern.
...und fertig
...und fertig
Die Teile beim Abtrocknen.
Vorne liegen noch vier Steckdosen für die Steuerleitung, die Kato auch "vergessen" hat. Wenn man nicht gerade Rocos Lok-Zurüstbeutel sowieso herumliegen hat, sind die Weinert-Teile günstiger als der komplette Roco-Spritzling.
Federnd eingebaut
Federnd eingebaut
Für die Kupplung muss nur das Loch in der Front des Fahrzeugs ganz leicht vergrößert werden, dann kann die Kupplung durchgesteckt, und mit Feder und Messingdraht gesichert werden. Verklebt werden muss da nichts, das hält auch so.
Unter dem Puffer sieht man den Ausschnitt für die Mehrzugsteuerungssteckdose schon.
Weinertsche Perfektion aus der Nähe ;-)
Weinertsche Perfektion aus der Nähe ;-)
Und das ganze nochmal aus der Nähe...
Ein Foto von www.bf-vln.de
...und von vorne.
Nun ist die Steckdose unter dem linken Puffer an einem kleinen Polystyrolklotz eingeklebt.
Die weißen Flecken auf den Puffern sind die Kunststoffstäbe, die die Pufferteller zentrieren.
Der Federdraht stützt sich in der Mitte an einem eingeklebten Polystyrolklotz ab
Der Federdraht stützt sich in der Mitte an einem eingeklebten Polystyrolklotz ab
Die ganze Mechanik von hinten.
Der Stahldraht drückt die Puffer raus und sichert sie gegen Verdrehen. Er wird in der Mitte in einem Polystyrolklotz 2x3x5mm gehalten, der im Winkel von 45° einen Sägeschnitt von unten hat, sodaß man den Federstahldraht noch aushängen kann, um die Puffer zu demontieren. Der Draht ist an den Enden abgewinkelt, damit er nicht aus den Puffern rutschen kann.

Material und Kosten
2mm Messingrohr
3mm Messingrohr, auf 2,5mm abgedreht
1,3mm Kunststoffstäbe
0,3mm Federstahldraht
2mm Polystyrol
Weinert Originalkupplungen, abgefedert, 8632 4,50€
2x Weinert Mehrzugsteuerungssteckdosen, 8514 je 4,50€
Weinert Kupplungshaken, 8641 3,60€
Insgesamt 17,10€

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Letzte inhaltliche Änderung: 01.12.2004, Tobias Meyer, website.jan2009@bf-vln.de.
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