Bau des Empfangsgebäudes für den Bahnhof Vier Linden

Selbstverständlich braucht ein richtiger Bahnhof auch ein Empfangsgebäude. Meiner sollte ein einfach zu bauendes bekommen, das ich deshalb aus Bausätzen zurecht geschnitzt habe.
Die Verpackung...
Als Ausgangsbausatz habe ich den "Bahnfof Krakow" gewählt, weil mir die Architektur eigentlich gut gefällt und weil er grade noch in meinen finanziellen Rahmen passte (etwa 30€).
...und ihr Inhalt
...und all das springt den bastelwütigen Besitzer an wenn er die Schachtel öffnet.
Drei Spritzlinge Wände für die Anbauten und dazu die Wände für den Hauptteil einzeln, sämtliche Dächer, Rahmen um das Gebäude rechtwinklig auszurichten, Fenster, Balken für die Dachkonstruktion, eine schöne Uhr, Regenrinnen, Fallrohre...
Kurzum: Alles was des Bastlers Herz begehrt...
Die halb zugeschnittenen Platten
Ich habe erstmal überlegt wie ich den Bahnhof umgestalten wollte und dann die Platten entsprechend zerschnitten. Leider habe ich irgendwie nicht ganz den Durchblick gehabt und darum erstmal falsch geschnitten...
Ich habe also recht viele Klebefugen, die sich vermeiden liessen wenn man gut planen würde.
Ich wollte den Bahnhof mit nur einem Anbau bauen, nämlich dem grossen. Dieser sollte nach hinten gerückt sein, in dem Teil der Wand des Hauptgebäudes der dann frei sein würde sollte eine zusätzliche Tür sein.
Weil das EG zu einem Teil hinten auf der Kante auf meinem ganz rechten Segment aufliegt ist es nur etwas mehr als ein Halbreliefmodell, es hat hinten ein ganzes Stück herausgeschnitten um Platz für die Kante zu machen.
Die linke Wand des Mittelteils
Dies ist die linke Wand des Mittelteils. Sie wurde zurechgestückelt aus der ursprünglichen rechten Wand und der Tür der ursprünglichen Rückwand.
Die rechte Wand des Mittelteils
Diese Wand wird die rechte Seite des Hauptgebäudes.
Sie wurde aus der Rückwand des grossen Anbaus, der Seitenwand des grossen Anbaus und der linken Wand des Hauptteils.
Die ganz linke Wand
Dies ist die Seitenwand des grossen Anbaus. Aus ihr wurde nur ein Stück für die Kante des Segments entfernt.
Aufgestellt auf dem Modul
Und so wird es einmal aufgestellt werden.
Die Fenster u.A. beim Waschen...
Noch während der Klebstoff aushärtete habe ich die anderen Teile, noch an ihren Spritzlingen, im Waschbecken mit lauwarmem Wasser gereinigt.
Dazu habe ich einfach beide Seiten der Spritzlinge mit einem neuen Schwamm mehrfach abgewischt.
...und beim Trocknen
Zum Trocknen habe ich die Spritzlinge auf einem Handtuch ausgebreitet. Dieses liegt hier auf dem Wohnzimmertisch...
Irgendwann war mir das warten dann doch zu blöd und ich habe einen Fön zu Hilfe genommen um die Teile zu trocknen...
Farbrührer aus Messing
Vor dem lackieren müssen die Farben gut aufgerührt werden. Ich habe dazu einen Rührer gebaut. Er besteht aus einem Messingstab in den ich vorne eine Nut geschliffen habe. In diese habe ich ein Stück Messingblech gelötet. Auf niedrigster Stufe drehend rührt dieses praktische Werkzeug die Farben gut um. Wenn man die Drehzahl zu hoch wählt rührt es die Farben eher aus dem Glas heraus...
Der Rohbau wird gewaschen
Nach den ersten paar Pinselzügen war dann auch Klebstoff am Rohbau endlich soweit getrocknet dass ich den Rohbau reinigen konnte. Ich habe ihn auch wieder mit einem Schwamm und warmem Wasser gereinigt.
Alle Fenster wurden lackiert
Die Fenster habe ich alle noch am Spritzling bemalt, damit sie nicht mehr glänzen wenn sie später eingebaut sind.
Ich benötige nach meinen Umbaumaßnahmen nicht mehr alle Fenster.
Unter den Fenstern sieht man 0,25mm dünnes Polystyrol, das ich für die Glasscheiben verwende.
Das Glas ist 0,25mm dünnes PS...
Um die Fenster mit dem Glas zu verkleben lege ich sie flach auf das Polystyrol und lasse mehrere Tropfen Klebstoff auf die Kante fallen, diese ziehen sich dann zwischen Glas und Fenster und verkleben es, ohne das Glas zu verschmieren.
...auf das alle Rahmen aufgeklebt werden.
Nachdem alle Fenster auf diese Weise aufgeklebt wurden müssen sie nur noch trocknen. Dann kann man einfach mit einer Schere aussen herum schneiden.
Angemalt und mit Fenstern
Das Gebäude nach dem Bemalen und dem Einsetzen der Fenster.
Um die Ziegel rot und die Fugen grau zu haben wurden von mir alle Wände rot lackiert. Danach habe ich stark verdünnte graue Farbe in die Fugen fliessen lassen und danach nochmal die Ziegel mit einem fast trockenen Pinsel mit roter Farbe übergestrichen, sodass die Farbe nur auf den (herausstehenden) Ziegeln haften blieb, und nicht in die Fugen gelangte.
Und noch einmal
Um die Ziegelstruktur realistischer wirken zu lassen habe ich noch einzelne Ziegel mit einem dunkleren Rot und mit einem helleren Rot herausgehoben.
Ausserdem habe ich die beiden umlaufenden Bänder grün eingefärbt
Das Dach muss geschnitten werden
Da ich kein Teerpappendach haben möchte muss ich es aus Dachplatten komplett neu anfertigen, deshalb habe ich aus Papier zwei Versuchsstücke ausgeschnitten und probeweise aufgelegt. Damit lässt sich gut sehen ob das Dach die richtige Größe haben wird.
Material und Kosten
| Bausatz "Empfangsgebäude Krakow" von Auhagen |
30€ |
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Letzte inhaltliche Änderung: 03.11.2003, Tobias Meyer, website.jan2009@bf-vln.de.
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