Umbau einer Fleischmann 55 in eine 56.2-8
ACHTUNG! An diesem Modell wird ständig gebaut, daher sind alle Angaben in dieser Baubeschreibung mit Vorsicht zu genießen!
Die Reichsbahn ließ überzählig vorhandene Lok der BR 55 durch Einbau einer Laufachse zur BR 56.2 umbauen. Es ergaben sich damit einige Vorteile, vor allem wurde die Achslast verringert und die Höchstgeschwindigkeit erhöht. Dadurch konnte die Lok sowohl auf leicht gebauten Nebenbahnen eingesetzt werden, als auch auf Hauptbahnen fahren, ohne die nachfolgenden Züge auszubremsen.
Was beim Vorbild möglich ist, geht auch im Modell, dachte ich mir. Die Firma Fleischmann bietet ein recht gelungenes Modell der BR 55 an, das gut als Ausgangsmodell benutzt werden kann. Warum sich bisher kein Großserienhersteller an diese Lok gesetzt hat, ist mir unerklärlich. Fleischmann und Märklin haben bereits einige Teile mit ihren Modellen der 55 in der Kiste liegen, und Märklin hat zudem die 56.2 als Modell in Spur 1.
Wie das üblicherweise so ist, wird natürlich prompt, dass man angefangen hat zu sägen, ein Modell angekündigt, in meinem Fall von Lenz - und wie ich deren Modelle bisher kenne wird das sicherlich auch nicht schlecht...
Änderungen am Fahrwerk
Das Ausgangsmodell
Als Ausgangsmodell nahm ich eine 55 von Fleischmann in der Epoche-III-Version, da ich sie günstig von einem Bekannten bekam.
Als erstes muss sie komplett zerlegt werden. Dies ist eigentlich kein Problem - es müssen nur die Schrauben an der Unterseite gelöst werden, sie zerfällt dann regelrecht. Mit dem Tender verbinden sie noch zwei Kabel, die im Stehkessel angelötet sind.
Änderungen an der Front des Rahmens...
Der Rahmen muss vorne so bearbeitet werden, dass der Vorschuh aufgeschraubt werden kann.
Die beiden Nasen, die die Pufferbohle füllen, müssen abgefeilt werden. Damit die Vorlaufachse seitlich ausschwenken kann, muss der Rahmen von unten her um 1mm flacher gefeilt werden.
Im Übergang zum breiteren Teil des Rahmens ist seitlich eine Stufe, diese muss rausgefeilt werden.
Auf der Oberseite, nicht sichtbar, ist ein Halter für die Glühbirne der vorderen Beleuchtung, dieser muss weg, wenn die Zylinder näher zusammen sollen, oder gekürzt werden, damit der neue Umlauf passt.
Um den Vorschuh zu befestigen verwende ich zwei M2-Senkkopfschrauben, die Löcher dafür waren sogar schon fast da, sie mussten nur durchgebohrt werden.
Kurz hinter der Aufnahme für die Kurzkupplungsdeichsel ist eine neue 2,5mm Bohrung für eine Schraube, mit der das Gehäse befestigt wird. Sie ist exakt 8,3mm vor dem alten Loch.
Ich habe bei meiner Lok die Zylinder um 2mm näher zusammengerückt. Da dann die Zylinder nicht mehr einfach von oben übergestülpt werden können, habe ich zwei M2-Gewindelöcher durch die "Flügel", die in die Zylinder ragen, gebohrt.
Der ehemalige Haltezapfen für die Kurzkupplungskulisse hält bei meinem Modell die Deichsel der Laufachse. Da ich feste Kupplungshaken bevorzuge, ist die Kulisse eh hinfällig.
...und am Heck.
Am Heck sind nicht ganz so umfangreiche Änderungen nötig.
Die Platte, auf der die Kupplungsdeichsel aufliegt, muss oben geglättet und auf 9mm gekürzt werden. Die Anschläge für die Kurzkupplungsdeichsel müssen weg.
Auch hier brauchts ein Loch, das 8,3mm vor dem Alten liegt, um das Gehäuse zu befestigen. Da dieses dann direkt unten auf einer Kante rauskommt, der Schraubenkopf aber trotzdem versenkt sein muss, muss man hier mit einem Fräser eine Zapfensenkung reinpfuschen. Leider ist dadurch die Montage ein bisschen unangenehm geworden, da die hintere Kesselschraube vor der unteren Abdeckplatte reingedreht werden muss, die vordere aber erst danach eingedreht werden kann.
Knapp dahinter muss noch eine M2-Bohrung, doch es ist einfacher, wenn diese erst später, mit der Abdeckung, gebohrt wird. Dann passen die beiden Löcher auch exakt übereinander. :-)
Das Heck der Abdeckplatte des Rahmens.
Die Abdeckplatte des Rahmens, die die komplette Bremsimitation trägt, muss auch angepasst werden.
Sie muss hinten so weit gekürzt werden, dass der Flansch des Bremswellenlagers hinten bündig abschließt.
Dann muss die Mitte rausgeschnitten werden, und gegen ein ebenes Stück Polystyrol ersetzt werden.
Das Ende der Platte wird abgesägt, und näher wieder drangeklebt, sodaß das ganze Teil exakt 100mm lang ist.
Bei dem Umbau zur 56.2 wurde der Drucklufttank nicht mehr am Rahmen befestigt, daher muss hier die gesamte Befestigung abgeschliffen werden.
Um das Führerhaus zu tragen, muss noch das Abschlussblech des Rahmens angeklebt werden. Damit die schönen Winkel mit den Nieten erhalten bleiben, habe ich für das Abschlussblech vorher Nasen in die Abdeckplatte gefeilt.
Vorne wird das fertige Teil wie gehabt mit den Klippsnasen und der Schraube, die auch den Kessel hält, gehalten. Da hinten der Kopf der Kesselbefestigungsschraube innerhalb des Rahmens liegt, und damit vor dem Einsetzen der Abdeckplatte eingedreht werden muss, muss diese eine neue Befestigung erhalten. Ich habe dazu ein 2mm-Loch für eine Senkschraube gebohrt und ein M2-Gewinde in ein passendes Loch im Rahmen geschnitten. Das Loch im Rahmen habe ich erst nach dem Bohren des Loches in der Abdeckplatte gebohrt, da ich es dann mit aufgesetzter Abdeckplatte markieren konnte. Dadurch sind beide exakt konzentrisch.
Der Stromabnehmerträger
Für den vorderen alten Zapfen am Kessel ist im Stromabnehmerträger ein passendes Loch, dieses muss versetzt werden. Weil es später nicht mehr gesehen werden kann, habe ich einfach nach Augenmaß mit der Laubsäge vorne ein rechteckiges Stück rausgesägt. Dazu muss vorher die Kontaktfahne für die Glühbirne abgelötet werden. Das gleiche muss auch hinten geschehen, weil hier nun der neue Zapfen auch im Bereich des Stromabnehmerträgers sitzt.
Vorne müssen die Umlaufstützen von oben her knapp 0,5mm abgefeilt werden, damit später der neue Umlauf passt. Hinten muss auch knapp 0,5mm runter, damit das Führerhaus gerade sitzen kann.
Der Vorschuh
Den Vorschuh habe ich aus kleinen Polystyrolplatten zusammengeklebt, das Laufblech ist aus geätztem Messing-Riffelblech von Weinert. Eh ich hier lange die Maße beschreibe, gibts lieber
hier einen (nicht ganz aktuellen) Bastelbogen.
Fertig zusammengebaut kann er vorne über den vorhandenen Rahmen gestülpt und festgeschraubt werden.
Der Vorlaufradsatz
Der Vorlaufradsatz ist auch von Fleischmann, er wird dort unter anderem in das Modell der BR 86 eingebaut.
Damit der Abstand zwischen Lauffläche und Abdeckblech nicht allzu groß ist, habe ich die Spurkränze abgedreht. Das neue Radprofil entspricht etwa NMRA RP25 Code 110.
Ich habe dazu ein Rad von der Achse gezogen und auf eine zweite (von einem Märklin-Güterwagen) gepresst. Dann habe ich die Achsen in das Futter einer Drehmaschine gespannt und den Durchmesser der Räder auf 11,1mm abgedreht. Die Radien am Spurkranz habe ich dann mit einer feinen Nadelfeile nach Augenmaß geformt. Danach habe ich den Radsatz wieder zusammengepresst und auf 14,3mm Innenmaß eingestellt.
Die Vorlaufachse
Der Radsatz muss natürlich auch gehalten werden - dafür habe ich die Vorlaufachse aus Messingblech gebaut.
Sie besteht aus einem Stück 0,5mm-Messingblech, dessen
Schnittmuster ich als .pdf anbiete, und einem angelöteten Drahtbügel. Der Bügel sorgt dafür, dass die Achse immer mittig im Gleis läuft und der Anpressdruck ausreichend ist, um sie vor Entgleisungen zu schützen.
Das ganze Teil habe ich brüniert.
Leider hat sich noch während des Baus die Lötstelle verabschiedet, da muss ich mir etwas anderes einfallen lassen. Vielleicht hält das ganze ja besser, wenn der Bügel nicht wie ein V sondern wie ein W geformt ist, dann könnten die beiden kompletten inneren Schenkel angelötet werden.
Die Vorlaufachse im Rahmen
Die Front des Rahmens von unten, das Abdeckteil mit den Bremsklötzen verdeckt alles bis zur Vorderkante der Zylinder.
Die Achse wird vor dem Hinausfallen durch einen Drahtbügel gehindert, der oben über das Blech geht, und unten etwa 180° um die Achse gewickelt ist.
Als Drehpunkt funktioniert der Zapfen, der eigentlich die Kurzkupplungskulisse hält. Damit das Blech nicht abrutschen kann, habe ich längs ein 0,4mm-Loch durchgebohrt, in dem ein Drahtstück als Splint steckt. Wirklich nötig ist er nicht, denn das Blech wird auch durch die Abdeckplatte gehalten, aber es vereinfacht die Montage ganz enorm.
Das komplette Fahrwerk
Das komplette Fahrwerk.
Schmalere Zylinder?
Am Ausgangsmodell stehen die Zylinder knapp 4mm zu weit auseinander. Sie lassen sich um 2mm zusammenrücken, dies erfordert aber doch einigen Aufwand.
Belohnt wird man dafür mit einem wesentlich verbesserten Aussehen, vor allem, weil mit dem Zusammenrücken der Zylinder auch der gesamte Umlauf schmaler gebaut werden kann. Dies fällt vor allem dort auf, wo er an das Führerhaus stößt, aber auch vorne, durch die rechteckigen Löcher in der Stufe des Umlaufs.
Doch nichts ohne Nachteile: Enge Radien kann man danach vergessen, da die Achsen einfach nicht so weit seitlich rausgedrückt werden dürfen. Eventuell muss sogar die Seitenverschieblichkeit gehemmt werden. Die Vorlaufachse kann in engen Kurven mit den Kolbenstangenschutzrohren kollidieren. Außerdem verhakt sich die Steuerung mit den originalen Steuerungsbolzen.
Die Zylinder
Um sie näher zusammenrücken zu können, müssen die Zylinder selbst schmaler gefeilt werden. Ich habe innen je 1mm weggenommen.
Danach werden sie in der Mitte auseinandergesägt und die Schnittkanten werden halbwegs auf Maß gefeilt, wirklich kritisch ist das aber nicht.
Um sie in der richtigen Position befestigen zu können, habe ich zwei Löcher in die Zylinder gebohrt, mit denen sie am Rahmen verschraubt werden. Die Schrauben finden in den entsprechenden M2-Gewindelöchern halt.
Die Steuerungsträger
Auch die Steuerungsträger müssen je Seite um 1mm gekürzt werden.
Beim vorderen liegen die Sägeschnitte an der inneren Kante der diagonalen Aussparungen für die Spurkränze, am hinteren mittig in den Langlöchern.
Die Klebstellen zu verschleifen ist insbesondere beim hinteren sehr schwer, weil die Oberfläche hier sehr komplex ist. Weil man die Stelle eh kaum sieht, habe ich es einfach gut sein lassen.
Die Steuerung
Ich hab die beiden Seiten der Steuerung nicht einzeln gekürzt, sondern mittig abgefeilt und näher zusammengesetzt.
Dafür ist aber eine neue Befestigung nötig, weil die alte komplett weggefeilt werden muss, denn sie würde mit der Befestigungsschraube kollidieren. Ich habe beide Seiten auf ein Stück Platinenmaterial gelötet. Sie werden dadurch nun horizontal fixiert, da es exakt zwischen die beiden Steuerungsträger passt. Vertikal werden sie durch einen kleinen Rest der alten Befestigung, der zwischen den Steuerungsträgern eingeklemmt wird, gehalten.
Das Bearbeiten des Bleches ist ein bisschen pfriemelig, weil man gut aufpassen muss, dass man es nicht verbiegt, oder Teile der Steuerung kaputt macht.
Außerdem müssen die Zapfen an den Treibrädern auf etwa 2,2mm gekürzt werden, das geht aber ganz gut mit einer kleinen Feile.
Der Lohn des ganzen Aufwands
Der fertige Rahmen mit den schmaleren Zylindern und der Steuerung, allerdings noch ohne Kuppelstangen.
Durch das Kürzen des Kurbelzapfens rastet die Gegenkurbel nicht mehr ein, sie muss dann wohl verklebt werden.
Die Bolzen, die die Kuppelstangen in den Rädern halten, sind zu lang. Sie sind glücklicherweise ein Standardteil von Fleischmann, das es in verschiedenen Längen gibt, die kurzen haben die Bestellnummer 73 0520.
Die Aufbauten
Der Umlauf
Da ich die Zylinder näher zusammengesetzt habe, kann nun der Umlauf schmaler werden. Im Original ist er nicht so breit wie das Führerhaus, dies ist damit auch im Modell möglich.
Da der alte Umlauf zu breit ist und die Löcher für Pumpen und Schwingen an den falschen Stellen hat, ist es einfacher, einen komplett neuen zu bauen.
Basis bilden zwei Streifen aus dem gleichen Messing-Riffelblech wie auf dem Vorschuh, darunter ist längs ein L-Profil mit 0,6x1mm Kantenlänge gelötet. Vorne, auf der Vorderkante der Zylinder, ist ein 0,6x1mm-Streifen quer eingelötet, der die Bleche auf der richtigen Distanz hält und auch gleich eine definierte Auflage auf den Zylindern mit sich bringt. Um die Zylinder halbwegs abzudecken, und da die Rauchkammerstütze sonst unvollständig wäre, kommen dahinter noch ein paar Stücke Polystyrolplatte.
Der Führerhausboden ist praktisch komplett vom Ursprungsmodell übernommen, lediglich die Stehkesselauflage muss etwas erhöht werden, denn der Kessel liegt ja nun einen Millimeter höher.
Falls jemand nun die Pendelbleche vermisst: Die klebe ich unten an den Kessel, denn wenn ich die an den Umlauf klebe, sind sie bestimmt nicht in der richtigen Höhe. Dann hätte da entweder der Umlauf eine Delle oder es wäre ein Luftspalt zwischen Kesselauflage und Kessel, was beides doof aussehen würde.
Ja, das Bild ist noch nicht aktuell...
Die Rauchkammerstütze und die Einströmverkleidungen
An der Rauchkammer muss das "angenietete" Blech entfernt werden.
Da der Kessel im Original 80mm angeboben wurde, müssen die Einströmverkleidungen mit einem 1mm dünnen Stück Polystyrol verlängert werden. Ich habe ein grob zurechtgeschnittenes Stück aufgeklebt und danach runtergefeilt, bis es mit den alten Einströmverkleidungen eben war. Ja, ein bisschen musste ich noch spachteln...
Hier ist auch zu sehen, dass ich das obere Spitzenlicht mit einem Polystyrol-Rundstab verschlossen habe, um Weinert-Laternen anbauen zu können.
Die Rauchkammertür
In der Rauchkammer ist Platz für einen Lautsprecher, bloß muss dann die Tür erstmal raus...
Leider ist die Rauchkammertür mit dem Kessel verklebt, sodaß diese beiden Teile arg schwer zu trennen sind.
Unten kann man die Klebestelle noch aufbrechen, doch weiter oben geht auch das nicht mehr. Ich habe daher in diesem Bereich mit einem kleinen Kugelfräser den Steg der Rauchkammertür abgefräst. Dabei muss man aber gut aufpassen, sonst ist man recht schnell durch die Wand...
Die Lampe ist übrigens von Weinert, und wurde von mir entsprechend einem Artikel von Nils Hirche im HP1 mit einer kleinen weißen LED beleuchtet.
Der Kessel
Nun kam eine schwere Entscheidung: Entweder, die Position der Sandfallrohre wird geändert (was viel Aufwand mit sich bringt), oder sie wird so (falsch) belassen, wie sie ist.
Ich habe mich für die erste Version entschieden, was auch einen ganzen Rattenschwanz anderer Änderungen nach sich zieht. Wo ich schonmal dabei war, ein paar Rohre abzuschaben, habe ich den Kessel gleich (fast) komplett nackt gemacht.
Als einzige bleiben durften die Schmierleitungen und die Druckluftleitungen an den Sanddomen.
Zum Schaben habe ich ein Messer mit einer gewölbten Klinge verwendet, und die Flächen danach erst mit 400er, dann mit 1000er Sandpapier geglättet. Beim Schleifen habe ich schmale Streifen, etwa 4mm, über die Spitze eines Wattestäbchens gehalten. Dieses passt sich gut der Form des Kessels an, sodaß es keine flachen Stellen gibt.
Die Luftpumpe wandert weiter nach hinten, ihre Halterung muss daher neu gebaut werden.
Die erste Lackschicht zeigt noch einige Fehlstellen...
Dem Tip eines Bekannten folgend, habe ich vor allen weiteren Arbeiten eine erste Schicht Grundierung aufgetragen, die auch gleich zeigt, dass ich doch noch ein bisschen Zeit mit Spachteln und Schleifen verbringen muss... Andererseits bewahrt man sich vor üblen Überraschungen, wenn man diese Fehlstellen schon früh entdeckt.
Auf dem Foto sieht man nur die schlimmsten Fehler, die man bestimmt auch so entdeckt hätte, aber gerade Unebenheiten in der Rundung, kleine Dellen und Kratzer, sieht man damit enorm gut. So kam es dann...
...die ausgespachtelt werden müssen.
...dass doch noch an einigen Stellen neu gespachtelt wurde.
Der Kessel
Die Dampfentnahmeventile habe ich gegen Reitz-Teile getauscht, weil die von Fleischmann doch sehr flach geformt sind. Vor allem hat mich das Handrad gestört, das nicht freistehend ist.
Die Lok, zur Probe weitgehend montiert.
Bei allen anderen Armaturen habe ich die Leitungen abgeschnitten und die Stutzen aufgebohrt, sodaß Messingdraht, als Rohr, eingeklebt werden kann.
Die Stellstange zur Steuerung muss entweder gekürzt oder ersetzt werden.
Kürzen ist sicherlich einfacher, aber ersetzen sieht besser aus, weil sie dann vor dem Führerhaus frei stehen kann. Ich habe eine neue aus Polystyrol gebaut, aber sicher ließe sich auch das Weinert-Teil für die 55 anpassen.
Die Elektronik: Links der Decoder, ein Zimo MX63, rechts das Intellisound-Modul von Uhlenbrock
Da ich digital fahre, muss die Lok natürlich einen Decoder bekommen. Das Soundmodul ist eigentlich nur ein nettes Spielzeug, aber wo die Lok sonst keine Sonderfunktionen zu bieten hat...
Verbunden werden die beiden über die Susi-Schnittstelle, die am Decoder leider nur als Lötpads vorhanden ist.
Der Zimo MX63 in Version 20 reicht CV, die auf dem Programmiergleis geschrieben werden, übrigens nicht an das Susi-Modul weiter, das ist wohl ein bug. Auf dem Hauptgleis funktioniert das aber problemlos.
Die beiden kleinen Platinen passen problemlos nebeneinander längs in den Stehkessel.
Der Lautsprecher
Der Lautsprecher wird mit dem Intellisound-Modul geliefert (das man mir übrigens beim Versandhandel Lokshop kostenlos mit den Dietz-Soundfiles für die 55 bespielt hat!), ist aber eigentlich knapp zu grß für die Rauchkammer.
Er kann zurechtgefeilt werden, aber man muss vorsichtig sein, um die Anschlussdrähte nicht zu zerstören.
Das schwarze etwas unten rechts ist die Fleischmann-Pfeife, die offensichtlich vom Magneten angezogen wurde, was mir aber beim Aufnehmen der Fotos nicht aufgefallen ist... :-(
Das Führerhaus
Der Kessel wird zwar angeboben, doch bleibt das Führerhaus auf der alten Höhe.
Daher müssen die Ausschnitte für die Rastnasen und der, mit dem es am Kessel fixiert ist, nach oben hin um knapp 1mm verlängert werden. Dabei muss nicht sonderlich genau gearbeitet werden, weil die Kante eh vom Kessel verdeckt wird.
Die Höhe des Führerhauses wird durch die Fenster unterhalb des Daches begrenzt.
Da ich gerade vom Schaben am Kessel geübt war, habe ich hier noch sämtliche Griffstangen entfernt. Ich habe sie gegen Messingdraht ersetzt, der in Griffstangenhaltern von Weinert gehalten wird. Bei den Dachhaken habe ich die Plastikknubbel gegen richtige Haken aus Draht ersetzt.
Das Nummernblech an der Führerhausseitenwand wird abgeschliffen
Die Führerhausseitenwand muss geglättet werden, weil Fleischmann nur den Schriftzug "Deutsche Bundesbahn" vorgesehen hat, mir der DB-Keks aber wesentlich besser gefällt.
Die erhabenen Flächen habe ich zuerst mit einem Messer grob abgeschabt, und danach die Fläche mit 400er Schleifpapier geglättet. Um zwischen den Nieten schleifen zu können, ohne sie kaputt zu machen, habe ich einen dünnen Streifen Schleifpapier um einen Holzspieß gelegt.
Um die Riefen des 400er-Papiers auch noch wegzukriegen, habe ich die Fläche danach auch noch mit feinem 1000er Papier geschliffen.
Literatur
| Wenzel, Die Baureihe 55, Wuppertal 1976 |
Das Standardwerk zu dieser Baureihe!
Viele Fotos, Stationierungslisten, einige Zeichnungen. Sehr umfangreich. |
| EM 4/81, Seite 28 |
Preußens Amerikaner - Die Entwicklung der preußischen 1'D-Güterzuglokomotiven und ihrer Folgebauarten
Bericht über diverse 1'D-Loks, mit Übersichtszeichnung BR 56.2-8 |
| EM 1/93, Seite 33 |
Die Baureihe 55
Bericht über die BR 55 anläßlich des neuen GFN-Modells. Ein paar Zeilen über die 56.2-8. Mit Übersichtszeichnung BR 55. |
Miba 02/85, Seite 39 Miba 04/85, Seite 59 |
Dampflokomotive BR 56.2 - Vorbild und Modell (1),
Dampflokomotive BR 56.2 - Vorbild und Modell (2)
Diese Artikel enthalten Vorbildinformationen, eine Umbauanleitung auf Basis des alten Fleischmann-Modells und natürlich Zeichnungen von sc. |
| Miba 07/92, Seite 55 |
Faktotum mit Fanclub
Bericht über die BR 56.2-8 |
| Miba 11/92, Seite 64 |
Weinerts 56.2: Variationen für eine Vielgeliebte
Lars-Christian Uhlig und Jan Bruns bauen 56.2 von Weinert um. |
| Miba 12/98, Seite 44 |
Gelungene Umbau-Lok
Kurzer Bericht über die Geschichte dieser Baureihe |
| Miba 12/98, Seite 46 |
Modell-Mutation
Umbau der GFN 55 in eine 56.2-8 mit dem Umbausatz von Günther |
| EJ Special III/90 |
Die Baureihen 55 und 56
Sonderheft nur über diese beiden Baureihen. Leider nur wenig über die 56.2-8, dafür aber viele schöne Bilder, zum Teil sogar in Farbe. |
| EJ 12/98, Seite 20 |
Neuer Umbausatz: 56.2 von Günther - Wunschmodell
Der Umbausatz von Günther wird vorgestellt. |
Außerdem habe ich eine
Liste mit allen mir zur Verfügung stehenden Fotos erstellt.
Material und Kosten
| Fleischmann BR 55, #4155 (gebraucht) |
82€ |
| Fleischmann Vorlaufradsatz für BR86 (geschenkt) |
|
| 1mm Polystyrol, schwarz |
|
| 1mm Polystyrol, weiss |
|
| 0,5mm Polystyrol, schwarz |
|
| 0,5mm Polystyrol, weiss |
|
| 0,25mm Polystyrol, weiss |
|
| 0,4mm Messingdraht |
|
| 0,5mm Messingdraht |
|
| 0,6mm Messingdraht |
|
| 0,8mm Messingdraht |
|
| Reitz 1139, Dampfentnahmeventile |
5,10€ |
| Weinert 8600, Federpuffer |
6,70€ |
| Weinert 8603, Pufferplatten |
2,70€ |
| Weinert 8644, Kupplungsflansch |
3,20€ |
| Weinert 8554, Schienenräumer |
5,50€ |
| Weinert 8922, Luftkessel |
5,80€ |
| Weinert 8742, Aufstiegsleitern |
6,90€ |
| Weinert 8356, Dampfpfeife |
3,70€ |
| Weinert 8175, Sandstreudüsen (2x) |
je 3,50€ |
| Weinert 8460, Griffstangenhalter kurz und mittel |
7,10€ |
| Weinert 8641, Kupplung für Pufferbohle, passend für Märklin-KK |
3,60€ |
| Weinert 9005, Reichsbahnlaternen, 4x mit Fuß, 2x DB-Spitzenlicht |
13,30€ |
| Weinert 9333, Riffelblech, 0,4mm dünn |
15,90€ |
| Fleischmann 73 0520, Steuerungsbolzen kurz (6x) |
je 0,91€ |
| Zimo MX63 |
|
| Uhlenbrock Intellisound |
|
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Letzte inhaltliche Änderung: 22.08.2006, Tobias Meyer, website.jan2009@bf-vln.de.
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