Vier Linden
Vier Linden
www.bf-vln.de - Bau eines Moduls
www.bf-vln.de - Bau eines Moduls

Bau eines fremoduls

Ein Foto von www.bf-vln.de
Mein Bruder und ich haben meinem Vater einen kompletten Bausatz für ein fremodul geschenkt. Es sollte 50cm tief und 80cm lang sein, einfache grade Strecke, und mit dem B-Profil ausgestattet sein.

Das benötigte Material
Vorbereiten der Holzteile
Bau der Beine
Bau des Modulkastens
Bau der Geländehaut
Gleisbau und Drahtverhau

Das benötigte Material

Holz

Ein Foto von www.bf-vln.de

Ein Foto von www.bf-vln.de

1- Bergseite Brett 782x151x9mm
4- Eckversteifungen 2x Brett 100x100x9mm
5- Kopfprofil 1 2x Brett 500x160x9mm
6- Längsversteifung Brett 782x32x9mm
7- Querversteifung Brett 482x91x9mm
8- Talseite Brett 782x46x9mm
9- Trassenbrett Brett 782x70x9mm
11- Beine Talseite 2x Leiste 44x19mm, 1200mm lang
11- Beine Bergseite 2x Leiste 44x19mm, 1250mm lang
10- Beintaschen 4x Leiste 44x19mm, 36mm lang
4x Leiste 44x19mm, 86mm lang
12- Beinversteifungen 4x Leiste 44x19mm, 3940mm lang
"Trassenbrett" und "Längsversteifung" werden als ein Teil (782x104x9mm) gekauft und dann per Stichsäge auseinandergesägt. Die Beine entstehen aus zwei Leisten 44x19mm, je 3m lang. Aus jeder Leiste werden ein Bein für die Talseite, eins für die Bergseite und eine Versteifung geschnitten.
Aus einer dritten Leiste entstehen die Beintaschenteile und die anderen 2 Versteifungen.

Sonstiges für den Modulkasten

Ein Foto von www.bf-vln.de

1x 4mm Buchse rot
1x 4mm Buchse blau
1x Kabel mit 4mm Stecker rot
1x Kabel mit 4mm Stecker blau
4x Standfüße (Schloßschrauben m6, längste ohne Ansatz)
4x Einschraubmuttern m6 (keine Einschlagmuttern!)
1x 1m Litze >= 1mm² rot
1x 1m Litze >= 1mm² blau
2x 2 polige Lüsterklemmen
2x Aludrahtgewebe oder Wellpappe 250x900mm
16x Spax-Schrauben 4x80mm
diverse Spax-Schrauben 4x40mm

Verbrauchsmaterialien
1x Holzleim wasserfest
1x Vorstreichfarbe
1x Kunstharzlack, RAL7001, seidenmatt
1x Flachpinsel 30mm
1x Terpentinersatz
1x Tapetenkleister
10x alte Zeitungen
1x Abtönfarbe "braun"

Ausgestaltungsmaterial
1x Flexgleis "Tillig-Elite 890mm" #85125
1x Korkbettung, 0,8m
Schotter
Grasfasern
Bäume
...

Vorbereiten der Holzteile

Alle Holzteile müssen noch zum verbinden gebohrt werden. Bevor dies geschicht muss jedoch die Querversteifung zurecht gesägt werden, sodass sie vorne so hoch ist wie die Vorderseite des Rahmens (also 46mm) und in der Mitte eine Aussparung für die Längsversteifung hat.
Das schwierigste ist das zuschneiden der Übergangsprofile. Man kann diese auch fertig beziehen, dann sind sie aus Holz gefräst, gelasert oder per Wasserstrahl geschnitten. Ich habe die für dieses Modul mit der Stichsäge gesägt weil ich sie recht zügig brauchte.
Als erstes muss man die Maße anzeichnen. Dazu habe im 1cm-Abstand Striche dort auf die Platten gemacht wo der Bogen ist und dann mit einfachen Rechnungen genaue Punkte bestimmt. Dies geschieht mit den Sinussätzen.
Alternativ kann man sich auch einen Zirkel mit einer Schnur bauen.

Damit später die Farbe besser haftet sollten alle Teile glatt geschliffen werden. Dies geht mit 600er Schleipapier am besten. Vor dem schleifen sollte man das Holz feucht abwischen damit die Fasern aufrecht stehen und besser abgeschliffen werden.

Bau der Beine

Als Füße sind M6 Schloßschrauben vorgesehen, diese werden in Einschraubmuttern eingesetzt. Damit diese grade in die Füße geschraubt werden können werden sie mit einer Flügelmutter auf einer Schloßschrauben befestigt und vorsichtig in das Holz eingedreht. Aufpassen dass nichts ausreisst! Dies sollte vor dem Zusammensetzen der Beinleitern geschehen wenn die Teile noch schön handlich sind (und im Falle des Ausreissens leicht ersetzt werden können!).

Die Beine bestehen aus mehreren Teilen, die wie eine Leiter zusammen gesetzt werden müssen. Die beiden eigentlichen Beine sind unterschiedlich lang, eins 120cm und das andere 125cm. Sie werden durch zwei kurze Stücke, 39,4cm, parallel verbunden. Diese werden mit den Schrauben 4x70mm eingeschraubt. Dabei darauf achten dass die Bohrungen in den unteren Enden sind!

Damit man die Beine später besser in das Modul einstecken kann sollten die Beine oben ein wenig abgerundet werden.

Bau des Modulkastens

Äusseren vier Platten zusammenschrauben

Ein Foto von www.bf-vln.de
Die äusseren vier Platten, die beiden Kopfprofile, das tal- und das bergseitige Brett, werden zu einem Kasten zusammen gesetzt. Schon jetzt sollte auf rechtwinkligkeit geachtet werden!
Ein Foto von www.bf-vln.de
Nun wird die Querversteifung eingesetzt, der abgesägte Bereich in Richtung Tal. Der Ausschnitt in der Mitte nimmt später die Längsversteifung unter dem Trassenbrett auf.
Ein Foto von www.bf-vln.de
In die Ecken zwischen Querversteifung und den Seitenplatten werden kleine Holzwinkel eingesetzt, die das Modul gegen Verwindung schützen sollen. Weil sie an der Querversteifung schlecht verschraubt werden könnten sollten sie umso besser verleimt werden.
Ein Foto von www.bf-vln.de
Das Trassenbrett soll mit der Längsversteifung gegen Durchbiegen und verdrehen gesichert werden, dazu werden diese wie ein T verschraubt.
Auf das T aus Trassenbrett und Längsversteifung wird die Bettung des Gleises aufgeleimt, diese besteht aus mehreren Brettchen von 4mm Dicke. Sie müssen genau gerade hintereinander geklebt werden, am besten an einem Langen Lineal oder noch besser Aluprofil (weil es länger ist) ausrichten.
Nun kann das komplette Trassenbrett eingesetzt werden. Dabei muss aufgepasst werden dass es genau grade sitzt und dass die Höhe mit dem Endprofil übereinstimmt.
Ein Foto von www.bf-vln.de
Nun können die Beintaschen gebaut werden. Dazu wird in jede Ecke ein Holzklotz bündig mit der Unterkante geleimt. Wenn dieser fest sitzt wird im Abstand von 19mm (einfach einen weiteren Holzklotz dazwischen setzen) ein weiterer Klotz geleimt. Diese werden nach oben mit einer kleinen Leiste abgedeckt. Die Klötze an der Bergseite sind 44x19x86mm gross, die an der Talseite nur 44x19x36mm.
Ausserdem wird ein kleiner Holzklotz mit Bohrung jeweils in Fahtrichtung links vom Gleis an das Kopfprofil geleimt, dieser wird später die Buchse aufnehmen.

Damit man die Schrauben später nicht mehr sieht werden sie mit einer Schicht Holzpaste verdeckt. Dazu das Holz mit ein wenig Wasser besprühen und die Paste mit einem Kunststoffspachtel aufbringen. Nach dem Trocknen kann sie glatt geschliffen werden. Dies ist nur bei den von aussen sichtbaren Schrauben an dem Modulkasten und an den Beinen notwendig.

Nun kann der Kasten lackiert werden. Dabei sollte auch die Unterseite lackiert werden, schließlich muss auch diese gegen Feuchtigkeit geschützt werden. Das Pappmaché sollte auch mitlackiert werden, allerdings weiss ich nicht wie sich der Lack auf dieses auswirkt. Am besten vorher in einer Ecke ausprobieren. Sollte aber klappen. Zwischen den einzelnen Lackschichten immer 25 Stunden warten und die Aussenseite glatt schleifen. Direkt vor dem Anstreichen allen Staub wegwischen, sonst wird der im Lack eingeschlossen. Besondere Sorgfalt muss den Löchern an den Kopfprofilen gewidmet werden, denn in diesen sammelt sich gerne etwas Farbe die dann später herunterläuft und eine hässliche Nase hinterlässt.

Für die Beine gilt das gleiche wie für den Modulkasten. Allerdings muss man auf die Schloßschrauben achten, diese dürfen keinesfalls mitlackiert werden! Sie würden sich sonst nicht mehr gut bewegen lassen.

Bau der Geländehaut

Nun wird das Alugewebe aufgetackert, dieses wird rechts und links von dem Bahndamm in die Form der Übergangsprofile geformt. An den Kanten sollte es vor dem Antackern umgebogen werden, damit es nicht ausreissen kann.
Mit Tapetenkleister werden nun dünne Zeitungsstreifen (etwa 2cm breit gerissen) aufgeklebt. Es sollten etwa 4 Schichten werden damit sie noch gut trocknen können, wenn dies geschehen ist müssen noch mehr Schichten (immer 4 gleichzeitig) aufgeklebt werden. Am besten recht viele, es soll ja stabil werden.

Anstatt Alugewebe und Pappmache zu verwenden kann man auch grosse Bögen stabiler Wellpappe auftackern und -kleben, allerdings kann man dann das Gelände nicht so frei modellieren.

Das Gelände, also die komplette Oberseite des Moduls, sollte braun angestrichen werden, damit das Gras später nicht auf Papierhalden sondern auf Erde wächst.

Gleisbau und Drahtverhau

Zur Einspeisung des Stroms an das Gleis muss dieses mit den Buchsen verbunden werden, dazu werden dünne (0,5mm² Querschnitt) Litzen an alle vier Enden angelötet. Sie sollten etwa 20cm lang sein. Das Gleisprofil lässt sich eigentlich recht gut löten, man muss nur die Brünierung entfernen, dies geht gut mit einem Glasfaserradierer.

Um das Gleis an den Modulenden sicher befestigen zu können werden kleine Messingschrauben eingeschraubt, auf denen das Gleis verlötet werden kann. Diese müssen deshalb genau so tief eingedreht sein, dass sie genau unter das Schienenprofil passen! Ausserdem müssen vier kleine Löcher für die Litze gebohrt werden. Dann kann das Gleis aufgelegt werden, dabei gleich die Litze durch die Löcher fädeln. An den Enden darauf achten dass das Gleis exakt rechtwinklig auf das Endprofil auftrifft! Sonst passt das später mit der Länge nicht mehr.

Das Gleis wird nun mit einer Trennscheibe (Schutzbrille aufsetzen!) an den Enden abgetrennt. Es darf nicht überstehen!

Um das Gleis zu befstigen eignet sich Pattex recht gut. Diesen muss man auf beide Seiten auftragen (sonst hält er kaum!). Die Schwellen kann man entweder einzeln bestreichen, oder man zieht einfach die Tube einmal unter den Schwellen unter den Gleisen lang.
Wenn der Klebstoff abgelüftet ist kann man das Gleis aufdrücken. Dabei muss man darauf achten dass es rechtwinklig auf das Übergangsprofil auftrifft, dazu kann man eine Spiegelkachel an das Profil klemmen. Wenn das Gleis keinen Knick hat passt es.

Mit dunkelbrauner Farbe die Schwellen anmalen. Dann glänzen sie nicht mehr so grässlich wie Plastik das nunmal tut.

Den Schotter auf dem Gleis ohne Leim verteilen. Vor dem festkleben sollte er schon perfekt liegen, also kein Körnchen auf einer Schwelle und auch im richten Profil an den Seiten. Dann mit einer Sprühflasche die fein zerstäubt mit Wasser mit einem Tropfen Spülmittel (zum entspannen, besser wäre Agepon o.Ä.) einnebeln und mit neben das Gleis geträufeltem verdünntem (er muss mit Wasser verdünnt werden, sodass er auf in die letzte Ritze zwischen den Schotterkörnern kriecht! Auch hier Spülmittel oder Agepon dazutun.) Leim fixieren. Dabei wird auch gleich das Gleis mit fest geklebt.

Damit das Gleis bei Temperaturschwankungen nicht aus der Verankerung reisst muss in der Mitte des Moduls eine Dehnungsfuge geschaffen werden. Dazu wird es mit einer Trennscheibe grade durchgesägt und die Kanten werden ein wenig entgratet.

Je eine zweipolige Lüsterklemme an beiden Enden anschrauben. In die Buchsen wird in Stück Litze gelötet das lang genug ist um von den Holzklötzen für die Buchsen zu der Lüsterklemme zu reichen. In die Holzklötze an den Endprofilen wird je eine Buchse geschraubt. Die Bohrungen sind so bemessen dass man die Buchsen direkt in das Holz schrauben kann, trotzdem sollte oben mit einer kleinen Zange eine Unterlegscheibe und eine Mutter befestigt werden. Dann die unverzinnten (!) Litzenenden in die Lüsterklemmen einschrauben. Grundsätzlich sind alle Kabel auf der Talseite rot und auf der Bergseite blau! Das dicke Kabel wird für diese Verbindungen verwendet.
Ausserdem wird an beiden Enden eine Holzklammer untergeschraubt, in der man die Kabel beim Transport einklemmen kann.

Mit ein wenig rostroter Farbe wird das Gleisprofil eingefärbt. Dabei auch den Kleineisen ein wenig Farbe spendieren. Einen kleinen Pinsel (Grösse 2 ist brauchbar) einfach an den Gleisprofilen entlangziehen.

Dann kann das Gelände den eigenen Vorstellungen entsprechend gestaltet werden.

Weder Fotos noch Texte von dieser website dürfen ohne mein Einverständnis anderweitig verwendet werden.

Sollten Sie einen Tipp oder einen Bauvorschlag dieser website befolgen, so handeln Sie selbstverständlich auf eigene Gefahr! Sollten Sie sich verletzen oder etwas kaputtmachen, so sind alleine Sie dafür verantwortlich! Ich gebe keine Gewähr auf Funktionsfähigkeit.

Druckansicht
Letzte inhaltliche Änderung: 03.11.2003, Tobias Meyer, website.2017@bf-vln.de.
Es waren bisher 14730 Besucher auf dieser Seite.